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Amt Neuhaus – der Ausstellungsort

Ein besonderes Haus mit einer besonderen Geschichte

Das Haus des Gastes: Hier ist das Archezentrum untergebracht, Foto: Berit Neß

Die Geschichte der Gemeinde Amt Neuhaus ist einmalig in Deutschland. Zugehörig zu Mecklenburg-Vorpommern / Landkreis Hagenow, erfolgte 1993 die Rückgliederung nach Niedersachsen. Eine besondere Situation auch innerhalb der DDR. Bis 1989 gehörten die Ortslagen an der Elbe zum Sperrgebiet und war nicht nur zum Westen, sondern weitgehend auch zum Landesinnern der DDR vollständig abgeschottet. Die Großflächigkeit der landwirtschaftlichen Nutzflächen, Gebäudekomplexe der ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) oder die nachgestellte Zaunanlage am Grenzturm in Popelau erinnern an diese Zeit.

Eingebunden in eine kleine Parkanlage liegt das denkmalgeschützte Haus des Gastes zentral am Markt in Neuhaus. Es wurde 1734 als Wohnhaus für den Amtmann, dem ersten Beamten der Verwaltung in Neuhaus, errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde dieses Haus zum Krankenhaus hergerichtet und bis 1991 als solches genutzt. Die Wandgemälde mit Märchen-Motiven im ehemaligen Kinder-Krankenzimmer zeugen noch von dieser Nutzung. Seit 1999 ist im jetzigen Haus des Gastes unter anderem die Tourist-Information untergebracht. Später erfolgte der Ausbau der 1. Etage des Hauses zum Archezentrum Amt Neuhaus, das am 22. Juni 2013 eröffnet wurde.

Fußgängig erreichbar ist auch das Pforthaus mit einer heimatkundlichen Ausstellung, die an bestimmten Tagen auch besichtigt werden kann.